Hafenlyrik

I.

Vor mir die trübe Suppe schwappt-
Und dachte ich doch immer:
So richt’ges Wasser, das ist Blau!
Wie mit dem Sommer, der nicht klappt-
Von wegen Sonne:
Alles grau!

II.
(Gottseidank ist dieses Werk endgültig der Zensur zum Opfer gefallen. Gründe hierfür waren der erhebliche Mangel an Qualität sowie an grundlegendem sittlichem Anstand;O)

Du blonder Schopf zu meiner Rechten,
Was tust Du meine Blicke meiden?
Tust ….

III.

Schon von frühen Kindesbeinen
Fühlte ich die großen Werte,
Und ich dacht‘, dass will ich meinen,
Nur braves Zeug, nie das Verkehrte.

Als dann die Jugend ich erklomm,
Die manchen schwachen Geist verwirrte,
War all mein Handeln gut und fromm –
Dann ging’s mir auf, dass ich mich irrte.

Doch war ich da schon recht betagt,
Und mir ward klar mit großen Schrecken:
Ich hatte niemals was gewagt –
Jetzt war’s zu spät, da ließ ich’s stecken.

So lebte ich noch manche Jahre,
Bis das ich eines Tages starb –
Ganz plötzlich lag ich auf der Bahre,
Da war’s vorbei: Brav bis ins Grab!

IV.

Vor mir quillt die Menschenmasse:
Ein Wust von Leibern aller Art.
Ich grübel‘ so: Ob ich Euch hasse?
(Mein Denken ist heut‘ sehr apart!)

Im Stillen denk‘ ich vor mich hin,
Erwäge alles ‚Für‘ und ‚Wieder‘,
Und schließlich kommt’s mir in den Sinn:
Am Besten währ’s, ich mäh‘ Euch alle nieder!

oder:

Und schließlich wandelt sich mein Sinn:
Begehren fährt mir in die Glieder!

V.

Der Tag war hart,
Ich bin erschöpft,
Und, in der Tat,
Fühl mich geschröpft.

An Arm‘ und Beinen
Tut’s mir so weh,
Man könnte meinen,
Ich vergeh’…

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