Der Vogel

N.B.: Es handelt sich hierbei um ein Gemeinschaftswerk mehrerer WG-Mitglieder; das Gedicht wurde zu einem Selbstläufer und erlangte so eine fast schon sprichwörtliche Berühmtheit.

Einst sah zum Himmel ich empor,
Da kackt‘ ein Vogel mir ins Ohr.
Gar Wutentbrannt sah ich ihm nach,
Doch lacht er nur ob meiner Schmach!

Einst flog am Himmel ich entlang,
als unter mir der Christian gang.
‚Sieh doch nicht hoch, Du armer Thor!‘
Zu spät – jetzt ist der Schiss im Ohr.

Einst saß beim Vogel ich im Arsch
(Es ist die Wahrheit, klingt’s auch barsch)
Da fiel ich durch die Luft, blieb hängen
Dem Christian in den Ohrengängen


So sprach er und knallt ein paar Meter weiter
Mit grosser Wucht vor einen Blitzableiter
Mit starrem Blick sinkt er hernieder, und denkt:
‚Das mit dem Ohr, das mach ich nie mehr wieder!‘

Ich kam zurück nach einem Jahr,
Und sah, der Vogel lag noch da.
Dort wo er starb, schuf ich ein Grab,
Und wünscht‘ ihm traurig ‚Ohr-Revoir‘..

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