Das Lied vom Holzfäller


Die bleischwere Axt auf der Schulter
Auf dunklen, verborgenen Wegen
So schleppst Du Dich Heim, müder Alter
Dein Tagwerk war hart und verwegen.

Refr.:
Lauf, alter Mann, lauf, sei so schnell wie ein Wolf,
Sei nur zeitig zuhause, und pass‘ auf Dich auf!

Durch dampfende Sümpfe die Schritte
Setzt Du ohne Furcht, ohne Zagen,
Doch plötzlich im stampfenden Tritte
überkommt Dich ein fremd‘ Unbehagen.

Refr.:
Lauf, alter Mann, lauf, sei so schnell wie ein Wolf,
Sei nur zeitig zuhause, denn sonst gehst Du noch drauf!

Was ist es nur, das da im Finstern
Dir lauert mit hämischem Lachen
Ein Laut wie von tausend Gespenstern
Es droht Dir den Gar aus zu machen.

Refr.:
Lauf, alter Mann, lauf, sei so schnell wie ein Wolf,
Sei nur zeitig zuhause, denn sonst frisst es Dich auf!

Gleich dort hinterm Ginstergebüsche
Da regt sich ein greulich Gewürm
Es wühlt da ein heimlich Gehusche
Entblößt sich in schrecklichster Form.

Refr.:
Lauf, alter Mann, lauf, sei so schnell wie ein Wolf,
Sei nur zeitig zuhause, denn sonst gehst Du noch drauf!

Jetzt hält Dich kein Zögern, kein Warten
Du schaust Dich nicht um, ohne Ruh
Eilst fort Du nach sich’reren Orten
Durchwanderst Die Sümpfe im Nu.

Refr.:
Lauf, alter Mann, lauf, sei so schnell wie ein Wolf,
Sei nur zeitig zuhause, denn sonst gehst Du noch drauf!

Gleich dort hinterm Fels Dein Zuhause
Erreichst es mit Schaudern und Bangen
Und hast jetzt mit sterbendem Seufzen
Die Axt an den Nagel gehangen.
Refr.:
Lauf, alter Mann, lauf, sei so schnell wie ein Wolf,
Warst zeitig zuhause und jetzt ruh‘ Dich aus!

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